„Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig!“ (A. Einstein)

59 Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 7 bis 10 am Goethe-Gymnasium wurde die Ehre zuteil, am 26. und 27.9. statt am normalen Unterricht an den fünften Begabungstagen der Schule teilzunehmen. Zwei Jahre waren diese als jahrgangsübergreifende Veranstaltung coronabedingt ausgefallen. Nun konnte der gezielten Förderung von Schülern, deren Talent und Interesse weit über das im Unterricht Leistbare hinausgeht, wieder Raum gegeben werden. Durch Projekte so unterschiedlicher Fachbereiche wie Chemie, Politik, Englisch, Mathematik, Informatik und Kunst soll den Begabten die Möglichkeit gegeben werden, Talente weiter auszubauen oder auch neu zu entdecken.

Bei der abschließenden Präsentation aller Projekte ließen die Chemiker eindrucksvolle Feuersäulen aus der bloßen, mit Schaum benetzten Hand aufsteigen. Sie erklärten, wie sie unter Anleitung von Herrn Jürgen Schneider durch systematische Analyse von Randbedingungen wie der Oberfläche der reagierenden Stoffe ihre Experimente immer spektakulärer gestalten konnten.

Zwei weitere Module galten der Förderung von Wettbewerben: Begleitet durch Herrn Peter Klumpp bereiteten drei Schülerteams Beiträge für den Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung vor, in denen es um die aktuellen Proteste gegen die Gewaltausübung der iranischen Sittenpolizei, die Schattenseiten von Kinderarbeit sowie um den Umgang mit historisch problematischen Straßennamen ging. Gerade die abschließend vorgestellten Podcasts beeindruckten die versammelten Teilnehmer mit ihrer Intensität und Aktualität.

Herr Gabriel Rudert trainierte mit zukünftigen sowie bereits erfahrenen Teilnehmern am Landeswettbewerb Mathematik Techniken, die für das selbständige Lösen komplexer Probleme nötig sind. Bei der Abschlusspräsentation konnten auch hier die Teilnehmer ihre Begeisterung für das Fach spürbar machen, indem sie einen abstrakten geometrischen Beweis mit Alltagsmaterialien wie Zollstöcken, Zahnstochern und Stiften anschaulich darstellten.

Sehr gewinnbringend für die freundliche Aufnahme weitgereister Menschen aus anderen Teilen der Welt an der Schule, insbesondere aktuell von Geflüchteten, verspricht der von der Gruppe um Frau Marlena Hartfiel gedrehte Film über das Schulleben am GGG zu werden.

Produkte direkt zum „Anfassen“ brachte die Arbeit der zwei übrigen Projektgruppen hervor: Mit Frau Mona Huber modellierten die Informatiker am PC mit dem 3D-Designprogramm Onshape verschiedene dreidimensionale Objekte, die sie anschließend mit dem schuleigenen 3D-Drucker druckten und zusammenbauten. Dabei entstanden nützliche Dinge wie z.B. ein Fidget Spinner oder eine selbst gestaltete Handyhülle.

Den Abschluss der Präsentation bildete eine Ausstellung der Kunstwerke der Projektgruppe von Frau Julika Kühner und Frau Annabel Mack, die verschiedene Techniken zur Darstellung dreidimensionaler Objekte im zweidimensionalen, also auf Papier, kennengelernt hatte.

So beendeten die teilnehmenden Schüler zwei erfüllte Begabungstage nicht nur mit vielen Erkenntnissen im selbst gewählten Gebiet sondern auch mit einer großen Hochachtung für die Leistung der anderen Fachbereiche.

„Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig!“ (A. Einstein)