Bild des Monats

„Das Bild des Monats“? Mit dieser neuen Rubrik auf der Homepage wollen wir, die Kunstfachschaft des Goethe-Gymnasiums, besonders gelungene Kunstwerke aus Schülerhand präsentieren. Oft entstehen wunderschöne Bilder, Skulpturen oder Modelle im Kunstunterricht, die im Alltag untergehen. Das möchten wir ändern. Deshalb werden wir jeden Monat ein Kunstwerk oder eine Gruppe hier zeigen. Parallel dazu werden die Werke im Schulhaus ausgestellt. Man findet sie in der Schautafel neben dem Sekretariat.

Bild des Monats Januar

Die Schule ist zu, aber im Dezember wurde noch hier noch gearbeitet und so können wir für den Januar wieder ein besonderes Werk zeigen.

Das Ölgemälde von Viktoria Ibach entstand im Leistungsfach BK, J1

Das Thema: „Meine Sehnsuchtslandschaft“

Im Rahmen des Schwerpunktthemas Abbild und Idee haben sich die Schüler*innen mit verschiedenen Landschaftsdarstellungen, vorallem von Paul Cézanne und Caspar David Friedrich, auseinandergesetzt. In der anschließenden praktischen Aufgabe haben sie in sich hineingehört und nach einer Landschaft gesucht, von der sie sich besonders angezogen fühlten. Diese „Sehnsuchtslandschaft“ wurde dann als Zeichnung und als abstrahierte Papiercollage umgesetzt. Danach wurde die Landschaft als Gemälde festgehalten. Während des Prozess hat sich die Landschaft immer wieder verändert und so wurde der wesentliche Kern der Landschaft herausgearbeitet.

Die Technik: Ölmalerei

Ölfarben werden als Tubenfarben verwendet, sie haben eine ähnliche Konsistenz wie Zahnpasta. Ihre Farbintensität und Farbqualität ist deutlich brillanter als bei anderen Farbtypen. Anders als die meisten anderen Farben trocknen sie sehr langsam. So kann man problemlos über mehrere Wochen an einem Bild arbeiten. Durch ihre Konsistenz kann man die Farbe nicht nur mit dem Pinsel verwenden, sondern sie eignet sich hervorragend für die Arbeit mit dem Spachtel. Viktoria hat für ihr Bild den Pinsel, aber vorallem einen Malspachtel verwendet. Dadurch entsteht ein Farbrelief, dass eine eigene Wirkung auf den Betrachter erzeugt. Wichtig bei dieser Technik ist es sich von festgefahrenen Vorstellungen zu lösen und sich dem Prozess zu öffnen. So ist ein wunderschönes Bild entstanden.

 

Bild des Monats Dezember

In diesem Monat fiel unsere Wahl auf eine Reihe von Drucken aus den Klassen 9a und 9b, die im Unterricht von Frau Döser entstanden sind.

Das Thema: „Wie viel Tier steckt in mir?“

Die Schüler*innen haben zunächst Selbstportraits gezeichnet und diese dann mit Portraitzeichnungen von Tieren kombiniert. Dabei konnten sie selbst entscheiden, wie hoch der „Tieranteil“ in ihrem Bild ist und mit welchem Tier sie sich identifizieren können. Fragestellungen nach dem Charakter von Tieren und nach der eigenen Persönlichkeit spielten dabei genauso eine Rolle, wie die ästhetische Auseinandersetzung. So entstanden eine Reihe von Drucken, die eine starke Ausstrahlung zeigen und in ihrer Direktheit überzeugen.

 

Die Technik:

Entstanden sind diese im Tiefdruckverfahren. Dafür wird mit einer Nadel in eine Rhenalonplatte (durchsichtiges Kunststoffmaterial) eine Zeichnung eingeritzt. Anschließend werden die Platten mit einer zähen Tiefdruckfarbe eingewalzt. Mit Druckgaze (ein leicht steifer, netzartiger Stoff) wird danach die Farbe wieder abgewischt bis nur noch in den durch die Ritzung entstandenen Vertiefungen Farbe verbleibt. Jetzt legt man ein saugfähiges, leicht angefeuchtetes Papier auf die Rhenalonplatte und schiebt alles durch die Druckpresse. Je nachdem wie viel man von der Druckfarbe weggewischt hat, entstehen unterschiedliche Spuren, so ist jeder Druck anders. Es ist gut möglich 20 Abzüge von einer Platte zu machen. Man kann die Platte auch nach einem Druck noch weiterbearbeiten und so das Bild verändern.