Begabungsförderung

Jedes Schuljahr bietet eine Reihe und Vielfalt an Wettbewerbsaufrufen den Schülerinnen und Schülern aller Jahrgangsstufen die Möglichkeit, sich mit Themen außerhalb des Unterrichts oder aus diesem hervorgehend zu beschäftigen, in Gruppenarbeit oder allein. Zum Teil winken hervorragende Preise und Auszeichnungen, immer aber ist Gelegenheit, über sich hinaus zu wachsen, Neues zu entdecken und beim Wettbewerb andere Schülerinnen und Schüler zu treffen, die gleiche oder ähnliche Interessen haben. Die Fachschaften stellen jedes Jahr zu Beginn des Schuljahrs eine Liste zusammen, welche Wettbewerbe betreut und gefördert werden. Die hier aufgelisteten Wettbewerbe stellen ein verbindliches Angebot an interessierte Schülerinnen und Schüler des GGG dar, die sich unter der Betreuung von Lehrern auch außerhalb des Unterrichts neuen und spannenden Aufgaben stellen wollen. Oftmals ist es möglich, einen Wettbewerbsbeitrag anzufertigen und diesen auch als GFS vom jeweiligen Fachlehrer werten zu lassen. Eine gezielte Förderung besonders motivierter, engagierter und leistungsstarker Schülerinnen und Schüler findet am GGG in zwei Altersbereichen statt: im Begabungsprojekt der Fünftklässler mit den örtlichen Grundschulen im zweiten Halbjahr und am Begabungstag für die Siebt- bis Zehntklässler zu Beginn eines Schuljahrs. Für die Oberstufenschüler und -schülerinnen erfolgen Vorschläge zur Teilnahme an der Deutschen Schülerakademie, die mit einer Aufnahme in die Deutsche Studienstiftung und einem Stipendium enden kann.

Die Lust am fachübergreifenden Denken fördern – Begabungsprojekt der 4./5. Klassen

In jedem Schuljahr haben begabte und besonders motivierte Schülerinnen und Schüler bei zwei Moduleinheiten im zweiten Halbjahr in den Räumen des Goethe-Gymnasiums die Möglichkeit, sich im Denken, Knobeln und Erforschen bislang unbekannter Themen zu üben. Zu dem Projekt werden interessierte und leistungsstarke Grundschüler und Fünftklässler auf Vorschlag ihrer Klassen- und Fachlehrer eingeladen.   Das Projekt beruht auf einer fachlichen Zusammenarbeit zwischen der Hebel-Grundschule, vertreten durch Heike Priebe, und dem Goethe-Gymnasium Gaggenau, repräsentiert durch Frau Christina Hand. Das Ziel dieser Zusammenarbeit besteht zum einen darin, Schülerinnen und Schülern neue Felder für ihre Kreativität und ihr Interesse aufzuzeigen; zum anderen hat es aber auch bei der Förderung der jungen Goethianer das Anliegen, interessierte Schüler und Schülerinnen für spätere Wettbewerbsteilnahmen zu motivieren. Im Schuljahr 2018/19 stand das Begabungsprojekt unter dem Motto „Wenn jemand eine Reise tut…“ Unter diesem Großthema arbeiteten die Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Methoden und Lerntechniken in den verschiedensten Lernbereichen. Im Rahmen der ersten beiden Tage des Projektes waren Gymnasiasten und Grundschüler eingeladen, sich mit Fragen rund um das Reisen auseinanderzusetzen: Weshalb reisen wir eigentlich? Und wohin gehen unsere Reisen? Sind die Möglichkeiten, die unsere Ziele bieten, die Reise überhaupt wert? Um das zu ergründen, wurden Reisekataloge mit Scheren bearbeitet, Traumreise-Gedichte präsentiert, Atlanten und Reiseführer gewälzt, das Internet befragt und zuletzt werbenden Präsentationen im „Reisebüro“ gelauscht. Beim zweiten Treffen der Viert- und Fünftklässler stand dann der Klimaschutz beim Reisen im Vordergrund. So stellten die Schülerinnen und Schüler im Laufe der beiden Schultage Berechnungen zum CO2-Ausstoß der verschiedenen Reiseverkehrsmittel an, führten in der Gaggenauer Innenstadt eine Straßenumfrage zum umweltbewussten Reisen durch und fanden heraus, wie groß ihr eigener ökologischer Fußabdruck ist. Vor allem aber erfuhren sie, dass jeder von uns der Welt, in der wir leben, mit wenig Aufwand etwas Gutes tun kann. Mit 26 kleinen Blumenwiesen für die Bienen machten sie zum Abschluss des Projekts dahingehend auch schon einen Anfang.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Talente entdecken und fördern ‒ Begabungstag der 7.‒10. Klassen

Am Ende der ersten Schulwoche erhalten ausgewählte Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich an eineinhalb Tagen mit einem Themenkomplex intensiv zu beschäftigen, für den im Unterricht keine Zeit ist, der weit über den Anspruch des Bildungsplans hinausgeht oder einfach auch nur Interesse wecken soll. Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler früh für Wettbewerbe zu motivieren oder an Forschungsfragen oder Studienziele heranzuführen. Lehrerinnen und Lehrer verschiedener Fachbereiche bereiten einen Themenkomplex für dieses Projekt vor, unter anderem mit dem Ziel, Teilnehmer und Teilnehmerinnen für bundesweite Wettbewerbe zu entdecken, beispielsweise für den Landeswettbewerb Mathematik oder Debating-Wettkämpfe. Im Schuljahr 2018/19 studierte Frau Nina Kraus beim „Debating“ mit ihren Schützlingen eloquentes und überzeugendes Argumentieren bei Diskussionen auf Englisch ein, während Herr Gabriel Rudert mit zukünftigen Teilnehmern am Landeswettbewerb Mathematik Techniken einübte, die für das selbständige Lösen komplexer Probleme nötig sind. In Chemie warb Herr Jürgen Schneider für das „Studieren vor dem Probieren“ und zeigte, wie durch vorheriges Nachdenken bei Experimenten viel eindrucksvollere Ergebnisse erzielt werden. Mit dem 3D-Druck lernten die Teilnehmer bei Herrn Holger Unseld eine sehr aktuelle Technik zu bedienen, mit der am Ende eine am Bildschirm geplante Tasse hergestellt wurde. „Schule macht Wirtschaft“ war das Motto der Schülerteams, die bei Herrn Patrick Nitzschke als junges Startup-Unternehmen nicht nur eine kreative Geschäftsidee entwickelten, sondern auch ihre Umsetzbarkeit in der Praxis untersuchten. Eine Ausstellung von Kunstwerken, die mit verschiedenen Drucktechniken unter Leitung von Herrn Thomas Wiedemer hergestellt wurden, setzte den gelungenen Schlusspunkt bei der gegenseitigen Präsentation aller Projektgruppen am Ende der Begabungstage.

Mathematikwettbewerbe–ein Überblick

Im Fachbereich Mathematik mag die Vielzahl der Wettbewerbsangebote überraschen. Dahinter steht der Gedanke eines möglichst passgenauen Förderangebots für ganz unterschiedliche Schüler und Schülerinnen. Zum einen soll eine breite Schülerzahl mit unterhaltsamen Aufgaben zur selbständigen Beschäftigung mit dem Fach über den Unterricht hinaus motiviert werden, zum anderen sollen aber auch Spitzenbegabungen in der Tiefe gefördert werden, wofür eigene Formate nötig sind. In der Unterstufe bietet so das vom Land Baden-Württemberg herausgegebene Problem des Monats (www.schule-bw.de/unterricht/faecher/mathematik/wettbewerbe/pdm) Knobeleien für alle, die Spaß am Fach haben oder entdecken wollen, während sich der von der Mathematikfachschaft des Goethe-Gymnasiums selbst gestellte Wettbewerb GGGenial an besonders begabte Schülerinnen und Schüler richtet. Durch die Fokussierung auf eine gründliche, genaue Arbeitsweise sollen die Teilnehmer dabei gezielt an spätere Mittelstufenwettbewerbe wie den Landeswettbewerb Mathematik Baden-Württemberg (www.landeswettbewerb-mathematik.de) herangeführt werden, bei dem seit Jahren regelmäßig Schüler des GGG erfolgreich sind. Bei den Begabungstagen (s.o.) findet hierzu alljährlich eine Art „Trainingslager“ statt, zu dem begabte Schülerinnen und Schüler gezielt eingeladen werden. Auch die Breitenförderung endet nicht mit der Unterstufe: In jedem März stellen sich beim weltweit zeitgleich stattfindenden Känguru der Mathematik (www.mathe-kaenguru.de) weit über 100 Schüler und Schülerinnen des GGG einem breiten Spektrum von Multiple-Choice-Knobelaufgaben, die von alltäglich bis sehr anspruchsvoll reichen. In den Jahrgangsstufen 9 und 10 können ganze Klassen als Team bei Mathematik ohne Grenzen (http://www.gymneureut.de/mathematik-ohne-grenzen.html) antreten und dem Fach dabei oft neue Aspekte abgewinnen. Auch für Oberstufenschüler gibt es beim Tag der Mathematik (http://www.math.kit.edu/iag3/~herrlich/seite/tdm-17/) des KIT Team- und Einzelwettbewerbe, mit dem Bundeswettbewerb Mathematik (https://www.mathe-wettbewerbe.de/bwm/)  einen sehr renommierten Hausaufgabenwettbewerb und im Fächerkanon der Kursstufe mit dem Vertiefungskurs Mathematik einen Kurs, der eine Brücke zu den in vielen mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Studiengängen benötigten mathematischen Methoden schlägt.