Kuchenverkauf des zweistündigen Geographiekurses zugunsten „Wasser für Kenia“

Einen Kuchenverkauf für einen guten Zweck veranstaltete der Geographie-Zweistünder der J2 von Herrn Sutter. Die Idee dazu entstand während des Unterrichts, in welchem wir uns mit sozialen Disparitäten global auseinandersetzen, wie der großen Armut der Dritten Welt, die sich in Form von Unterernährung oder auch fehlendem Zugang zu Bildung äußert. Am drastischsten empfanden wir jedoch den Trinkwassermangel in unterentwickelten Ländern des afrikanischen Kontinents, gerade da wir uns in Deutschland bisher wenig Sorgen über die Verfügbarkeit von Trinkwasser, welches wir überwiegend aus Grundwasservorräten erhalten, machen mussten.
Dass wir überdurchschnittlich viel Wasser verbrauchen, der Zugang zu diesem an anderen Orten der Welt hingegen ein erhebliches Problem darstellt, zeigt ein Blick auf die Werte des „Institute Water for Africa“.
Während die Menge des Wassers in deutschen Haushalten sich auf 121 Liter täglich pro Person beläuft, stehen einer Vielzahl der afrikanischen Bevölkerung lediglich 20 Liter pro Kopf zur Verfügung, was der Wassermenge entspricht, die bei uns für 1,5-minütiges Duschen anfällt. Dem UN-Menschenrechtsabkommen zufolge besitzt jeder Mensch das Recht auf sauberes Wasser und laut der Vereinten Nationen sind 50 Liter pro Tag und Person zur Essenzubereitung, der Krankheitsvermeidung durch Hygiene als auch zum Erhalt der eigenen Leistungsfähigkeit nötig. Solche Mengen stehen in den meisten afrikanischen Ländern allerdings leider nicht bereit, weil bereits 85 Prozent des Wassers für die Landwirtschaft benötigt werden und nur ein Zehntel in den Haushalten ankommt.
Bei Unterrichtsgesprächen über diese bestehenden Missstände kam uns zusammen als Kurs der Gedanke, nicht nur theoretisch über die Not anderer zu sprechen, sondern auch selbst zu handeln und einen Beitrag zur Minderung der globalen Ungleichheiten zu leisten. Deshalb spenden wir den kompletten Erlös von 150€ aus unserem Kuchenverkauf  an den ehrenamtlichen Verein „Wasser für Kenia“, welcher sich gegen die Dürre in Kenia engagiert und sich unter anderem durch „Hilfe-durch-Selbsthilfe“-Projekte dafür einsetzt, dass Mädchen in die Schule  gehen können, anstatt Wasser holen zu müssen. Aus den letzten Unterrichtseinheiten nehmen wir vor allem die Erkenntnis mit, dass Wasser als elementare Ressource eines der kostbarsten Güter dieser Welt ist und durch den winzigen Anteil des Süßwasservorkommens auf der Erde von nur drei Prozent erschöpflich ist, weshalb wir nicht verschwenderisch, sondern nachhaltig damit umgehen sollten!

(Lea Krieglstein)

Kuchenverkauf des zweistündigen Geographiekurses zugunsten „Wasser für Kenia“